Besuch in Ifakara

Wir wurden wie Geschwister aufgenommen

Vom 14. bis 30. Juli 2008 waren sieben Mitglieder der Sektion Pfarrpartnerschaft in Ifakara, beleitet von Rudolf Nagiller und Katinka Novotny vom ORF. Während dieser Zeit konnten wir erleben, was Pfarrpartnerschaft heißt: Wir wurden wie Geschwister aufgenommen und erlebten einen von großer Freude und viel Tiefgang geprägten, lebendigen Glauben.

Kirchenfest in Katindiuka

Die Pfarre Ifakara hat vielfältige Aufgaben übernommen. Neben dem religiösen Leben engagiert sie sich mit der Leprastation „Nazareth“ auch für 200 Lepraopfer, trägt diversen Berufs bildende Schulen und unterhält Kinder-, Jugend- und Sozialeinrichtungen.

Fast im Stile einer Selbsthilfegruppe hat sich die kath. Frauenbewegung organisiert. Die Frauen betreiben miteinander eine Landwirtschaft und vermarkten die Produkte selber, sie vergeben Mikrokredite, helfen bei der Lösung von Familienproblemen u.v.m. Nun planen sie den Betrieb einer Gemischtwarenhandlung.

Die Katecheten haben zentrale Bedeutung im Leben der Pfarre, übernehmen u.a. Religionsunterricht und Sakramentenvorbereitung und sind Bindeglied zu den 124 Basisgemeinden. Bei zwei dieser Gemeinden (Zusammenschluss von bis zu 15 verschiedenen Familien) waren wir zu Gast; das eine Treffen hatte die Form eines Hausgottesdienstes mit Erwachsenentaufe, das andere Treffen war ein einfaches Gebetstreffen im Vorgarten einer Familie. Bewegend!

Auch der Besuch verschiedener von uns finanzierter Projekte (eine Reismühle, eine Kirche, 12 Häuser für Katecheten, etc.) stand natürlich mit auf dem Programm. Vieles ist sehr ermutigend.

In Kirche und Pfarrhaus sind die unzähligen Kinder immer herzlich willkommen. Doch auch wir haben vorbildliche Gastfreundschaft erfahren und wahre Freundschaft gefunden. Dank an Pfr. Salutaris Mpinge und seine ganze Gemeinde.